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Unterstützung von Autoherstellern durch Steuergelder?
Verfasst: 17.11.2008, 15:44
von Anditee60
Wie seht ihr derzeit die allgemeine Diskussion?
Ich bin da sehr zwiegespalten, auch bei den Bankengarantien, wenn der Staat regulierend in den Markt eingreift.
Verfasst: 17.11.2008, 16:22
von Crizz
Hallo,
die tun jetzt alle so überrascht.
Meiner Meinung nach war die Entwicklung absehbar und längst überfällig.
Die amerikanischen Autohersteller sind schon lange marode und die Deutschen haben viele Entwicklungen einfach verschlafen.
Das einzig Unvorhersehbare an der Sache ist der rapide Abschwung, aber da kamen auch ein paar unglückliche Umstände zusammen.
Ich frage mich nur, wo jetzt die ach so tollen Führungskräfte alle hin sind? Die ganzen Jahre waren sie doch die Tollsten und haben riesige Prämien erhalten. Und nun? Sollen die cleveren Köpfe doch mal was tun. Statt dessen wird jetzt nach Hilfe gerufen.
Meiner Meinung nach reguliert sich das von selbst.
Grüße
Christian
Verfasst: 17.11.2008, 16:43
von bogoli
Also bei uns in der Firma wurde schon seit 3 Jahren davon gesprochen das wir sparen müssen weil "The big Storm" kommt und wir uns darauf vorbereiten müssen.
Mag sein das der Sturm stärker ist als erwartet aber die Vorstände und Geschäftsführer die das Geld in den Sand setzen auch noch mit Millionen abfertigen ist wohl nicht im Sinne einer Firma (sollte man annehmen)
Wie auch immer: In den Fetten Jahren absahnen und denn Raunzen !?
Die sollen das selber ausbaden!!
Zuerst schrumpfen sie die Gehälter der Mitarbeiter auf ein Existenzminimum und dann wundern sich die "Klugen Köpfe" das genau die "Kleinen Leute" denen sie vorher die Kohle kürzen, ja eigentlich diejenigen sind die ihre Produkte gekauft haben und es sich jetzt nicht mehr leisten können.
SELBER SCHULD ---> SELBER AUSBADEN

Verfasst: 17.11.2008, 18:45
von Xan27
Meine Meinung kann ich oben nicht ankreuzen:
Ich bin schon dafür, dass Autohersteller im
absoluten Notfall (und wirklich nur dann) Hilfe erhalten, aber nur unter bestimmten Bedingungen:
- - nur für deutsche Hersteller und Arbeitsplätze (es muss sicher sein, dass die Kohle nicht in ausländischen Bilanzen versickert)
- Verzicht auf übertarifliche Leistungen durch alle Beschäftigten (auch bei den Zulieferern)
- Begrenzung der Managergehälter und Haftung mit dem Privatvermögen für zukünftige Managementfehler
- Punkt 2 und 3 müssen so lange gelten, bis die Kohle vollständig an den Staat zurückgezahlt wurde
Der Grund hierfür ist, dass im Pleitefall eines Autoherstellers gleich mal 100.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. (inkl. Zulieferer) Den Steuerzahler kommt es ganz einfach günstiger, die Firma zu retten, als für 100.000 Arbeitslose aufzukommen.
Auch wenns mir bei dem Gedanken den Magen umdreht, dass Gewinne privatisiert werden, und Verluste sozialisiert werden sollen... .irre
Verfasst: 17.11.2008, 19:01
von Smartie
Im Fall Opel bin ich beispielsweise dafür, weill es nicht an Opel liegt, sondern an GM.
Die anderen deutschen Hersteller haben meiner Ansicht keine Unterstützung verdient.....
Verfasst: 17.11.2008, 19:43
von T.j.
Ich habe wie viele mit Nein gestimmt und gebe Crizz / Christian total recht!
Seine Aussage "trifft den Nagel voll auf den Kopf"!
Verfasst: 19.11.2008, 14:05
von WHIZZ
Ich habe ebenfalls mit nein gestimmt, aber...
...wenn man durch so einen "Finaznspritz" tausende Arbeitsplätze in Deutschland beibehalten kann,
ohne auf das Wohl eines Herstellers zu achtet, wäre das schon eine feine Sache!
Gibt es eigentlich einen "staatlichen Automobilhersteller"? (Dtld. kauft Opel und alles ist wieder gut

)
MfG
WHIZZ
Verfasst: 19.11.2008, 15:57
von Anditee60
Ich glaube der Letzte war VEB Sachsen in Zwickau.
Aber ich glaube, der Trabant hätte ein Feinstaubproblem und wäre nicht gerade der Verkaufsschlager.

Verfasst: 19.11.2008, 19:19
von Chris1981
Na ja, Feinstaub eher weniger. Lediglich das Design hätte man stark verbessern müssen. Neuartige Verbundwerkstoffe (salopp als "Pappe" bezeichnet

) wurden ja schon benutzt...

Verfasst: 19.11.2008, 23:16
von Xan27
Glaub ich muss meine Meinung revidieren:
Hab heute auf N-TV gehört, dass die GM-Manager und Vorstände jetzt auf ihre Bonuszahlungen und Dividenden verzichten wollen.
Da fällt man vom Glauben ab. GM steht das Wasser bis Oberkante Unterlippe, und die haben bisher trotzdem fröhlich abkassiert. Wofür bitteschön? Gute Arbeit kann es nicht gewesen sein.